Karate Dojo Poing

Das Blog des Karate Dojo Poing

Kata Sochin

ingo, um 15:49 Uhr am 09-02-2020

Im Februar steht die Kata „Sochin“ auf dem Trainingsplan. Einiges Wissenswertes rund um die Kata:

  • Sochin ist eine der Shitei-Katas sowohl zum 3. als auch zum 5. Dan nach der neuen Prüfungsordnung.
  • Der Kata-Name wird mit zwei Kanjis dargestellt, wobei das erste Kanji „So“ im weitesten Sinne für „Stärke“, „Mut“ bzw. „Männlichkeit“ steht und im Alltag mit „Mann in den besten Jahren“ gebraucht wird. Das zweite Kanji kann über Umwege mit „besänftigen“ übersetzt werden. Zusammengesetzt bedeutet Sochin „ruhende Kraft“ oder „Stärke und Zurückhaltung“.
  • Funakoshi Gichin wollte die Kata „Hakko“ (8 Stürme) nennen, jedoch setzte sich dieser Name nicht durch.
  • Die Kata wird im Wesentlichen im Fudo-Dachi bzw. Sochin-Dachi ausgeführt. Dieser Stand, der zwischen dem Kiba-Dachi und dem Zenkutsu-Dachi angesiedelt ist, muss demnach für eine gute Ausführung der Kata beherrscht werden.
  • Der weitgehend symmetrische Sochin-Dachi ermöglicht es, auf Angriffe aus allen Richtungen reagieren können.
  • Charakteristisch an dieser Kata ist weniger die Schnelligkeit der Bewegungen, vielmehr kommt es darauf an, ruhigen, bis zur größten Spannung aufbauenden Bewegungen, kräftige und explosive Techniken folgen zu lassen.
  • Durch das geringe Tempo werden Muskeln erst langsam aus der totalen Entspannung hin zur maximalen Spannung gebracht, wobei einige Bewegungen auch explosive und schnelle Muskelkraft verlangen.
  • Nach Nakayama schult diese Kata vor allem ein Gefühl für das richtige Timing und ist so konzipiert, dass sie wiederholte Angriffe gestattet, ohne dem Gegner viel Zeit für Gegenangriffe zu lassen.
  • Durch das Praktizieren von Sochin kann nicht nur eine Vielzahl von Karate-Techniken verbessert werden, sondern sie dient auch dazu, die Undurchdringlichkeit und Standhaftigkeit des Geistes zu entwickeln.
  • Als eine Kata der Aragaki-Schule wird Sochin auch im Shito-Ryo geübt.

Quellen:
- Nakayama, Best Karate Series, Vol.9, Bassai Sho, Kanku Sho, Chinte;
- Pflügler, 27 Shotokan Katas
- budopedia.de

Videos
Masao Kagawa

Bundestrainer Efthimios Karamitsos

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Trainingsplan für 2020

ingo, um 14:17 Uhr am

Der Trainerstab des Dojo hat gerade den Trainingsplan für das Jahr 2020 fertiggestellt. Wir können so einen roten Faden über die Trainingseinheiten hinweg sicherstellen, insbesondere aber auch die Trainings untereinander abstimmen und koordinieren. Basierend auf diesem Rahmentraingsplan planen die Trainer dann ihre einzelnen Trainingseinheiten.

Aber auch für die Sportler ist der Trainingsplan wertvoll. Ihr könnt Euch auf das Training einstimmen, zum Beispiel ob der Fokus auf Kata oder Kumite liegt. Manche unter Euch schauen sich zum Beispiel basierend auf dem Traingsplan die Katas zuvor auf YouTube an oder lesen diese in den Büchern nach, um für das Training bereits vorbereitet zu sein. Die Gefahr, dass sich Sportler die „Rosinen“ rauspicken und andere Trainings vermeiden, sehen wir nicht. Karate lebt ja von der Vielfalt, sei es Kihon, Kumite, Kata, Bunkai, oder Selbstverteidigung.

Im Trainingsplan seht ihr auch einen Punkt Motorische Fertigkeiten. Hier werden wir jeden Monat einen Aspekt – Kondition/Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit, oder Kraft – speziell trainieren. Hier sind die Trainer gefragt, sich schöne Übungen zu überlegen, die dann hoffentlich auch etwas mit Karate zu tun haben.

Die geschlossenen Kindergruppen am Mittwoch sowie die Jukurengruppe haben ihre eigenen Trainingspläne und sind hier nicht aufgeführt.

Trainingsplan Unterstufe

Trainingsplan Mittel- und Oberstufe

Ziele

Abschliessend noch etwas Hintergund und Motivation für die Inhalte:

Ziele Unterstufe (bis organge)

  • Verbesserung der Stellungen (Sicherer Stand)
  • Verbesserung der Fußtechniken (Spannung Fuß, Einsatz Hüfte, korrekte Führung)
  • Heian 1-3 gefestigt, Heian 4/5 gelernt
  • Wesentliche Kumite-Formen erlernt (Kihon, Kaeshi)
  • Intensive Prüfungsvorbereitung (Juni/Juli und Dezember)
  • Einstreuen von Übungen für Koordinative Fähigkeiten

Ziele Mittelstufe (grün/blau)

  • Festigung Stand (Zk, Kk, Kb) und Fußtechniken (Mae-Geri, Mawashi-Geri, Ushiro-Geri)
  • Sichere Ausführung von längeren Kombinationen (4er Kombination)
  • Festigung von Dan-Katas (Bassai-Dai, Enpi, Kanku-Dai)
  • Erlernen erweiterter Kumite-Formen (Happo, Jiyu-Ippon), Sichere Abwehr von Angriffen
  • Abwechslung durch SV und Pratzen (beides öfters ins normale Training einstreuen)
  • Prüfungsvorbereitung (Juni/Juli und Dezember)
  • Steigerung der Konditionellen Fähigkeiten

Oberstufe (ab braun)

  • Sichere Ausführung von langen Kombinationen (4er Kombination)
  • Erlernen von hohen Katas (Sochin, Meikyo)
  • Festigung von bestehenden Katas (Dan-Katas)
  • Kumite-Formen (Jiyu-Ippon, Jiyu), Kumite-Grundschule, 2er und 3er Kombinationen
  • Prüfungsvorbereitung Jukuren Blau/Braungurte (März und Dezember), Dan Prüfung (Dezember)
  • Steigerung der Konditionellen Fähigkeiten

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Video-Abend im Dojo

ingo, um 13:42 Uhr am

Wir lernen durch Vorbilder und die intensive Beschäftigung mit einem Thema: viele von uns schauen sich vor und nach dem Training Videos auf Youtube an, um sich für das Training vorzubereiten bzw. das gelernte nachzuarbeiten. Viele unserer Trainern haben eine grosse Bibliothek – Bücher und Videos – die wir regelmäßig für unser Training nutzen. 

Diese Bibliotheken wollen wir für Euch öffnen: Einmal im Monat veranstalten wir freitags nach dem Training einen Video-Abend im Poinger Pavillon. Dieses können Videos vom Training oder Lehrgängen sein, aber sicher auch mal einen Film mit bezug zu Karate.

Alle Mitglieder sind herzlich zu diesem Videoabend eingeladen. Das Dojo sponsort Getränke und Snacks. Gerne könnt Ihr aber auch Freunde und Familie mitbringen, damit auch sie unsere faszinierende Sportart kennenlernen.

Hier der Terminplan für 2020 (jeweils 20:30-22:00)

  • 6.3.
  • 3.4.
  • 8.5.
  • 12.6.
  • 7.8.
  • 11.9.
  • 2.10.
  • 6.11.
  • 4.12.

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Neue Prüfungsordnung

ingo, um 11:05 Uhr am

Liebe Sportler,

Seit 1.1.2020 gibt es eine neue Prüfungsordnung in der Stilrichtung Shotokan. Wir werden die neue Prüfungsordnung in den nächsten Trainingseinheiten jeweils durchgehen, damit ihr Euch mit den neuen Anforderungen vertraut macht.

Wenn Ihr Fragen zur neuen Prüfungsordnung habt, dann meldet Euch bitte bei den Trainern. Diese können Euch die Techniken zeigen und Euch Tipps zum Training geben.

Und hier nun die Prüfungsordnung Shotokan auf unserer Homepage .



Anfang Februar fand ein Prüferlehrgang statt, bei dem die Prüfungsordnung nochmal detailliert den Prüfern in Bayern erläutert wurde. Die Prüfer des Dojos waren zahlreich auf dem Lehrgang vertreten und konnten offene Fragen direkt mit dem Lehrwart des BKB Helmut Körber und dem Stilrichtungsreferenten Shotokan Roland Lowinger klären.










ingo

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Karate Dojo Poing schaut über den Tellerrand hinaus

ingo, um 10:45 Uhr am

Am 30.01. begrüßten wir zum wiederholten Male die Samurai in unserem Training. Wir bekamen die Möglichkeit Techniken mit dem Schwert und einer gepolsterten Variante des Schwerte zu trainieren. Doch sehr ungewohnt und deshalb auch sehr anstrengend war das gesamte Training interessant und vor allem sehr lustig! Mit sehr viel Spaß konnten wir alles ausprobieren und bekamen wertvolle Tipps wie die verschiedenen Waffen zu gebrauchen sind. Ein nächstes gemeinsames Training ist bereits in Planung.

Am vergangenen Donnerstag fand ein Training der ganz anderen Art in unserem Verein statt. Die Devise bei Karate, ohne Waffen zu kämpfen, wurde über den Haufen geworfen, um zu sehen, was es in der weit gefächerten Welt des Kampfsportes sonst noch zu entdecken gibt.

Zu Gast war ein Schwertkampf-Verein aus Trudering, der vor einigen Jahren schon einmal ein Schnuppertraining in unserem Verein gehalten hatte. Nicht wie üblich die Fäuste, sondern ganz unterschiedliche Hilfsmittel, teilweise auch Alltagsgegenstände kamen bei diesem Training zum Einsatz.

Zu Beginn wurde uns gezeigt, dass man genauso gut mit gewöhnlichen Ketten, die viele vom Auto her kennen, kämpfen kann. Wir staunten nicht schlecht und starteten einen Selbstversuch im Kettenkampf. Dabei stellten wir fest, dass dies sehr viel Geschick erfordert und einer koordinativen Meisterleistung gleichkommt, wenn man sich nicht selbst massenhaft blaue Flecken zufügen möchte.

Nach dem Kettenkampf wurde uns die Ehre zu Teil, eine Choreographie mit den mitgebrachten Schwertern einzustudieren. Jede vorgeführte Bewegung mit dem Schwert wurde von uns nachgemacht, was eindeutig schwieriger war, als es bei den Vorführenden aussah. Vor allem das Gewicht des Schwertes ist nicht zu unterschätzen, was einigen noch Tage danach in Erinnerung bleiben sollte.

Um uns nicht versehentlich gegenseitig zu verletzten, verblieben wir beim eigentlichen Schwertkampf in der Zuschauerrolle.

Danach wurden noch verschiedenste Übungen mit gepolsterten Holzstöcken durchgeführt. Egal ob gegen einen Gegner, mit dem Versuch nicht getroffen zu werden oder jeder gegen jeden, es wurde eine sehr große Herausforderung. Gerade das richtige Einschätzen der Distanzen mit den Stöcken war herausfordernd und trotzdem eine tolle Erfahrung. Geübte und Ungeübte trainierten gemeinsam mit viel Spaß und guter Laune immer nach der Devise „learning by doing“

Zum Ausklang des sehr interessanten und facettenreichen Trainings ging es noch in die Poinger Einkehr, um sich ohne Waffen besser kennenzulernen.










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